Veteranen

Gross Band, Muotathal

Tourenbericht: Josef Wiget
Tourenleiter: Josef Wiget

An einem der heissesten Tage dieses Sommers wollen wir durchs Gross Band. Uf welli Syte umä das mier gönd ist klar, wir wollen durchs Tal usä luäge und nid de Grind appä ha und durinä, auch wenn es a der Wand nah Zmittag nu viel heisser isch. 12 zwägi Veteranen besammelten sich beim Parkplatz. Der Tourenleitergab den Tagesbefehl durch: viel trinken, langsam gehen und zuerst ein Kaffeehalt is Konditers. Dort wurde die Mannschaft auf 14 aufgestockt. Es gab trotz Gegenwehr nur einen Kaffee, denn am Nachmittag wird’s heiss und dä chered mer ja au wieder i.

Beim Punkt 911 stellten wir unsere Chläpf schön in einer Reihe anä, machten uns bereit und schon gings durch den kühlen Wald und das Tunnel opsi bis Fedli. Nicht alle wussten dass dieser Tunnel beim Film «Der schwarze Tanner» Filmgeschichte schrieb. Durch den Tunnel wurde die Milch und die Judasgummeli in die Sennhütte bei der Victorinox gemännt. Zum ersten Mal wurde der Brunnentrog im Feldli zur Abkühlung gebraucht. Richtung ober Fedli gings nu chli chäch opsi, war aber sehr schön im dunklen und kühlen Walde. Ab Mittlist Weid wurde es flacher, das Karstgebiet ist auch hier schon sehr gut zu sehen. Kein Bächli führte durch das duoläartiges Gelände, denn unter uns sind die Löcher des Höllochs. Beim Kreuz der Alphütte kehrten wir uns um, denn der Blick durchs Tal war cheibä schön. Jetzt geht es nur mehr 200 Meter opsi durch sehr schönes Alpgebiet und immer einer schönen Felswand entlang. Bei der Torstrasse angelangt war fertig mit schattigem Wald und wir mussten allpott unser Gschnorr wegen einem staubaufwirbelnden Alpfahrzeug unterbrechen. Beim oberen Unter Gschwänd Gädeli hockten wir auf die viele Steine ab und auch wenns noch nicht 12-i war, nahmen wir das Zmittag ein.

Als alle ihren Hunger und Durst mit dem Mitgebrachten gelöscht hatten und die gwundrigen Munggen wieder in ihren Löcher verschwanden, gings nitzi. Beim Unter Gschwänd begrüssten uns eifrig die zwei Alphündeli. Beim Brämis schauten wir noch ein letztes Mal Richtung Bisisthal und jeder wusste irgendeinem Hoger seinem Namen. Beim Gätterli gings jetzt los, rechts die Felswand und links äs gächs Port. Imposant das Weglein, sehr schmal und an einigen heiklen Stellen mit Seilen gesichert. 1.5 Kilometer ist dieser Weg lang und gut unterhalten. Wir staunten immer wieder über die mächtigen und ausragenden Felswände. Und allpot sahen wir in den Felswänden glänzige Haken, wo ganz verrückte ufä chläderid. Wir waren froh, dass immer wieder grosse Tannen etwas Schatten spendeten. Die Felswand geht noch bis zum Fedli weiter aber ä halb Stund vor em Fedli überwindet der Weg die Felswand in einem Einschnitt. Ein paar Stägäli und wir waren wieder im kühlen Wald aber immer mir etwas Sicht ins Tal. Beim Fedlitrog gabs fast ein Gedränge, denn jeder wollte seine Arme oder de ganz Kopf dünke. Mit dem guten kühlen Wasser wurde auch der grosse Durst gelöscht, denn bei einigen waren die Wassergutteren schon leer. Nur noch ein Katzensprung und wir waren schon im Taler Kaffee und liessen uns verwöhnen. Der Durst wurde gelöscht, mit Kaffee und Kuchen die Lust gestillt und mit einem letzten Schnupf die Nasenlöcher gefüllt. Alle trotzten heute der grossen Hitze und wussten sehr genau, was sie zu Hause tätigen wollen oder nid.


Tour vom 12. August 2025 | Bericht vom 21. September 2025