Veteranen

Voralphütte (2126 müM)

Tourenbericht: Sebi Wiget, Göscheneralp Fan
Tourenleiter: Josef Wiget

Weil seit zwei Jahren eine Muotataler Hüttenmannschaft in der Voralphütte regiert, wollte ich ihnen unbedingt einen Besuch abstatten. Mit einer SAC-Tour wird das glaubi ä dienigi Sach. So starten 16 Berggewannte ins Abenteuer des Voralptales. Ich hatte schon Angst, dass Agnes zu wenig Schugälädeli bei sich hat, was aber nicht stimmte. Vergeltsgott, Agnes für die überlebenswichtige Bergkost.

Wie ich erschnüffelte, waren noch die wenigsten auf der Voralphütte. Bim Wiggenrank hatte die Voralpreuss ein eindrückliches Bachbett gemacht. Staunend und händyzückend lugten wir ins wilde Wasser, das noch viel verrückter wäre, wenn nicht die Stromgurus einen Teil für den alltäglichen Pfus abzwackten. Mit einem schönen Weg entlang des Baches gewannen wir schnell an Höhe, schwitzten aber schon hüntsch. Als rechts weit oben die Salbitbrücke thronte, bekamen wir fast den Gnickgruper. Nachher gins fast äbäusä und beim Wegkreuz wurden erstmals die Gutteren angestützt. Vorbei an der Horenfellialp, die jetzt ein Privathöckli ist, wars noch äbä, nachher mussten wir wieder schwitzen weils opsi ging. Auf 1990 Meter war das Alpvieh versammelt und trotzte dem heissen Sommer. Einige Rinder waren fasst nicht aus dem Weg zu scheuchen, sie waren ja schliesslich hier zu Hause. Nur noch gut 100 Höhenmeter und wir waren am Ziel.

Das Herz schlug es paarne ächli höcher, als die Muotataler Fahne im Bergwind flatterte.  Zuerst verschnufä, trochä alegä, abhocken und nah sofort i Hütte öpis go bestelle. Hüttenrösti, Käsmagronä, Suppen, Most und Sirup, alle kamen auf Ihren Gluscht. In der zweiten Runde wurden noch Schwarzes und Kuchen von den Hütten Feen serviert. Wir merkten, dass die Muotatalerinnen auf der auf 2126 Meter gelegenen Uto Hütte so gehörig den Plausch hatten. Als langsam der Rückzug befohlen wurde, bedankte sich die Hüttenmannschaft und wünschte uns einen guten Abstieg, was wir zu Herzen nahmen.

Den Abstieg machten wir auf der gleichen Talseite, auf der anderen Seite war der Weg nid schön, verstudnet und von Urnern nicht empfohlen. Bei den Autos angekommen, machten wir den Besuch im Gwüest ab, als aber alle nitzi statt opsi fuhren gab es erst in der Kantine in Göschenen den Abschlusstrunk. Auch wenn wir heute auf keinem Gipfel waren, war der Tag voll ausgefüllt und ich werde nächstes Jahr wieder eine Hütte im Göscheneralptal besuchen.



Tour vom 11. August 2026 | Bericht vom 27. September 2026