Veteranen

Rigi Südseite

Tourenbericht: Beat Suter
Tourenleiter: Beat Suter
  • Blick Buochser- und Stanserhorn
  • Unterstetten
  • Felsenweg
  • Unter dem Rotstock
  • Ziel erreicht

Ueblicherweise wandert man von der Scheidegg zum Staffel auf dem alten Bahntrasse nordseits. Wir wählen aber die Südseite oder Seeseite der Rigi. Schon beim "hinter Dossen" verlassen wir das Bahntrasse, das schon seit 1942 nicht mehr für die Bahn benutzt wurde.

Auf richtigem Bergweg gings hinunter zum Oberstafel. Einiges Vieh weideten noch die letzten Halme die im stehen dürr wurden, ab. Der anwesende Aelpler versuchte noch die letzten Rinnsale Wasser zu fassen. Falls ohne Erfolg, müsse er mit dem Vieh wieder Richtung Hinterbergen abfahren. Trostlos. Eigentlich wollte ich auf dieser Seite die reichhaltige Flora zeigen, aber ausser ein paar bekannte Glöcklein und im Schatten noch ein bisschen Grün, war alles schon verdorrt.

So widmeten wir uns der Geologie, die hier in der Nagelfluh auch einiges zu bieten hatte. Wir sind hier ganz am Rande der Nagelfluhzone, den schon an der Hochfluh ist wieder Kalkstein.  Einige Granitbrocken zeugten, das vor "vielen, vielen" Jahren hier noch Gletscher war und eben diese Brocken om Gotthard hierher transportiert wurden und bei abschmelzendem Gletscher hier liegen gelassen wurden. Man stelle sich vor, dass hier einmal über tausend Meter dick Eis gewesen ist. Nach dem Staffel ein kurzer Aufstieg und wir erreichten den Weg über den Dossen, der uns direkt zum Restaurant Unterstetten führte.

Nach einer Runde Kaffee, Most und Mineral machten wir uns auf den Weg zum Felsenweg. Auch hier das gleiche trostlose Bild. Nur noch dürre Stengel. Zum Glück war überall beschildert mit Bild was hier gedeien sollte. Beim "Wirte sonntäglichen Schild" machte wir es uns im Schatten einer mächtigen Tanne gemütlich. Das Mittagessen und die mitgebrachten Schöggeli mundeten hervorragend. Weiter ging es meistens im Schatten des Firstweg bis zum Bärenzingel. Ungläubig staunten die Teilnehmer " Da ufe müend mier"?

Fast weglos und Querung einiger Stacheldrahthäge brachte uns direkt unter den Nossen des Rotstock. Noch ein kurzes Stück Weg und wir standen nur noch wenige Meter unterhalb des Gipfelkreuzes. Eine grandiose Rundumsicht entschädigte uns für die Strapazen. Nur noch wenige Meter trennte uns von der Zivilisation, die ziemlich asiatische Züge aufwies. Wir entschieden uns mit dem ersten Bänli wieder in Tal zu fahren wo mann wieder deutsch spricht.  Vier Frauen und drei Männer nahmen einen Rucksack voll Eindrücke nach Hause.

Der TL
Beat Suter

Tour vom 14. Juli 2026 | Bericht vom 17. Juli 2026