Fünffingerstock 2993m
Die erste Schlüsselstelle der Tour, war der 03:00 Uhr Wecker, welche nicht umgangen werden konnte. ;) Denn um 04:00 Uhr trafen wir uns auf dem Hauptplatz, bevor es Richtung Sustenpass ging. Dort angekommen, schnallten wir um 05:10 Uhr die Rucksäcke um und machten uns auf den Weg.
Zunächst führte die Route Richtung Obertalstock. Als die Sonne auf der anderen Talseite aufging, bogen wir rechts ab und stiegen über den Gletscher zum Fünffingerstock auf. Der gesamte Aufstieg lag im Schatten, was sich als echter Vorteil erwies: Die Temperaturen waren angenehm und der Schnee dank der Nacht noch ein bisschen „härter“. Mit Steigeisen liess es sich entsprechend komfortabel und effizient aufsteigen.
Offenbar waren wir besonders motiviert unterwegs, denn bereits um 07:37 Uhr standen wir auf dem Gipfel des Fünffingerstocks. Dass wir so früh oben sein würden, hatten wir zu Beginn nicht erwartet.
Da wir unserem Zeitplan deutlich voraus waren, blieb genügend Zeit für eine ausgedehnte Gipfelpause. Eine ganze Stunde genossen wir die Aussicht, die Morgensonne und die angenehmen Temperaturen – schliesslich sitzt man nicht jeden Tag fast im T-Shirt auf knapp 3000 Metern Höhe.
Beim Abstieg bestätigte sich einmal mehr der Wert eines frühen Starts. Erst im steilen Abschnitt begegneten uns die ersten Seilschaften. Der Schnee hatte inzwischen deutlich an Festigkeit verloren und war bereits ordentlich sulzig. Bei jeder Gruppe, die uns entgegenkam, waren wir uns einig: Gut, waren wir früh unterwegs.
Anschliessend ging es zügig zurück zum Ausgangspunkt. Da wir früh zurück beim Auto waren, verschob sich auch der kulinarische Teil des Tages. Das ursprünglich geplante Mittagessen in der Region wurde kurzerhand in die Erle in Ibach verlegt, wo wir die Tour gemütlich ausklingen liessen.
Eine kurze, aber äusserst gelungene Hochtour mit idealen Verhältnissen, überraschend frühem Gipfelerfolg und der Erkenntnis, dass sich der Wecker um drei Uhr morgens tatsächlich lohnt. ;)
Vielen Dank Rolf für die super Tourenleitung!
Teilnehmende: Alain, Pia, Beni, Tullia, Rolf als Tourenleiter




