Veteranen

Bergtour Rossstock 2461m – Fulen 2491m

Tourenbericht: Franziska Holdener
Tourenleiter: Beat Nideröst

Je sechs muntere Frauen und Männer begrüssen sich kurz auf dem Parkplatz Brüöl. Etwas mehr Zeit für einen Schwatz schenkt uns das luftige 5er Luftseilbähnchen im Chäppeliberg übers Proholz und die anschliessende Einkehr zu einem Kaffee unter freiem Himmel vor der Lidernenhütte. Los geht’s über Mälchbödeli und Gross Tisch zum Rossstock. Angenehm sind der Schattenwurf, das Tempo und die Gespräche über Bergtouren, Wein, Bier, bittere Kräuter und Wollenes. Überwältigend der erste Rundblick vom Rossstock!

Beat Nideröst der umsichtige Tourenleiter orientiert über den Abstieg zur Rossstocklücke und zeigt darnach auch den Weg entlang des Fulen. Ob dieser wohl wegen des vielen Schotters und der manchmal losen Steine so heisst? Tingeling, klickklack so tönts unter unseren Füssen in der sonst wunderbaren Stille. Alle meistern auch diesen Zacken. Oben angekommen einfach wiederum wunderschön die klare Rundsicht über unsere heimatlichen Höger und die näheren Berge wie Urirotstock, Bristen, Schärhorn, Clariden, Tödi, Bös Fulen, Glärnisch, Säntis, ferner sind die Berneralpen und gar der Basodino zu erkennen. Auch Gletscher gleissen im Licht und speisen noch einige unserer schönen, blauen Seen.

Nach der gemütlichen Mittagsrast nehmen wir den gleichen Weg retour zur Rossstocklücke. Von dort runter mit Hilfe der angebrachten Ketten und den Händen, die ja bei einem T4 gebraucht werden sollen. Die Traversierung auf der Südseite des Rossstocks zum Spilauer Grätli ist ein weiteres schönes Bergwelterlebnis.

Zwischendurch sagte ich mir: «Schön auf den Weg achten und nicht zu viel runter oder auch obsi schauen».

Lockerer ist der Abstieg zum Spilauersee. Ein einsamer, blauer Eisenhut steht schönblühend am Wegesrand. Umso mehr fallen etwas weiter unten die vielen bereits blühenden Silberdisteln an einem Bort auf.  

Gemütliche Einkehr mit flotter Selbstbedienung im Kaiserstock - Fachsimpeln, Witzeln, glücklich und zufrieden sein.

Danke Beat für die Organisation und kundige Führung. Es war ein sonniger Tag in unseren nahen Bergen, an dem auch meine Seele mitmochte. Danke allen für die flotten Begegnungen und das gemeinsame Unterwegssein. Sich bewegen, schnaufen und schwitzen, schauen, trinken und essen in der Natur – was gibt es Schöneres!  


Tour vom 15. September 2026 | Bericht vom 30. Oktober 2026