Arnisee
Scho drümal musste ich die Arnitour wegen Seichwetter absagen, aber hür gratäts und wie! Tuschur Sunneschy und daheime medä 30 Grad! Vierzehn Temperatur gewohnte Bergler wollten es wissen wo es etwa durä gad. Denn ich sagte allen, es geht zuerst etwa 200 Meter nitzi. Aber aller Anfang war eine Kaffeerunde in Gurtnellen angesagt. Als wir bezahlen wollten gab es ein chäches duränand und das ältere Grosi war heilos überfordert. Wenn der Wädi die ausstehenden Kaffees und Gipfeli nicht übernommen hätte, währen wir immer noch dort.
Nun fuhren wir mit den Autos über Gurtnellen Dorf ins Schwinacherli zum Parkplatz, unweit wo junge Bäuerinnen für ihren Hochschulabschluss schwitzen. Nun gings über die Arnistrasse bis zum Richligen Kappeli, wo wir die Hitze auf unseren Köpfen schon rächt spürten. Unterwegs im Bifang beim ausgewanderten Oberällmiger Schilter erfuhren wir alles über seine schwarzen Alpenschweine. Von jetzt an war der Weg fasst immer im kühlen Walde und nach der Überquerung des dritten Tobels des Intschialpbachs waren wir bei Punkt 825 und es ging wieder opsi. Nach hundert Meter mussten wir wegen eines Strassenbaus schon ä chli chläderen und einige stoffelten chäch. Die wahrscheinlich nicht das ganze Jahr bewohnten kleinen Heimetli über dem Baschiberg sind halt noch nicht mit einer Strasse erschlossen. Nach einigen Trinkhalten war der Weg dem Leitschachbach entlangführend auch mehrheitlich im Walde. Trotzdem kam langsam ein grosses Verlangen nach einem kühlen Bier oder öpis ä sou auf, und wir machten uns schnurstracks Richtung Waldisee. Aber ohä lätz, keine Beitz war offen und wir mussten die Resten aus dem Rucksack gut einteilen, damit wir den Abstieg nach Gurtnellen überstehen konnten. Nur einer war so frech und erbettelte ein Bier aus dem Trog. Nachdem wir auch noch alle Infotafeln des ältesten und höchsten Wasserkraft Druckstollen gelesen hatten, machten wir uns auf den Rückweg.
Nu ä chli opsi ging der Weg bis zur Heissigegg, wo wir noch einmal die Urneralpenwelt bestaunten. Der Wanderweg führte uns fast immer über schöne Heuplätze und alten Heimwesen und so konnten wir wunderbare Blumenwiesen und die Urner Wohnkultur bestaunen. Unsere Wandergruppe verzöttelte sich ä chli, aber bei der Terrasse des Bergheims waren wieder alle beisammen. Damit alle auf ihren Wusch heimkamen, wurde umäbieget und in Postautos, Bahn und Autos gehockt.
Ich hoffe, dass alle gut heimkamen, den Hitzetag gut überstanden haben, auch wenn das kühle Bier erst am Abend zuhause genossen werden konnte.















