Veteranen

Wilder Westen von Locarno

Tourenbericht: Beat Suter
Tourenleiter: Beat Suter
  • Auf dem Barbescio
  • Ascona
  • Locarno
  • Barbescio
  • Ascona
  • Arcegno

Das Aprilwetter lies uns im Ungewissen, sollen wir, sollen wir nicht oder verschieben. Die Metrologen bescherrten uns in kurzen Abständen neue Prognosen. Irgendwann entschied ich mich,"mier gönd". Ich hatte schon einige Anmeldungen und vor Ablauf der Anmeldefrist musste ich leider noch einige zurückweisen, das Kontingent war ausgebucht. So reisten drei Mannen mit acht Frauen in den Süden. Schon beim Verlassen des Basistunnel war der Himmel grösstenteils blau. In Locarno hatten wir noch Zeit für einen feinen Kaffee. In Losone vor einer Treppe fragten die Teilnehmer wohin wir nun gehen. Am Ende der Treppe standen wir im Urwald. Unzählige Wege kreuz und quer. Einige waren mit grüne Schildern markiert, eben der wilde Westen. Die Wege sind frei und gut erhalten, der Rest des Waldes wird der Natur überlassen. Ein schöner Mischwald, dominiert von Eichen- und Kastanienbäumen. Aber noch viele andere südländische Gewächse sind vorhanden. Dank der frühen Zeit sind die Blätter noch nicht voll ausgetrieben, so hatten wir noch schöne Sicht. Vorbei an mit Schilf versetzten Tümpeln und vielen kurzen Auf- und Abstiege erreichten wir den Fuss des Barescio. Aehnlich einem Monolit stand die Erhebung mitten im Wald. Den Aufstieg über einige Granitstufen bereitete keine Schwierigkeiten. Grosses Staunen herrschte, was man von hier aus plötzlich sah. Eine 360 Grad Rundsicht vom Besten. Nach obligaten Fototermin und Znüni machten wir uns an den Abstieg. Von hier aus folgten wir nicht mehr den grünen Schilder, die nach Monte Verita führen. Wir machte eine Abstecher nach Arcegno, ein Dorf mitten im Wald mit typischem Tessiner Karakter. Ein kurzer Umweg, dass wir nich die Strasse nach Ronco passieren mussten, brachte uns an den Aufstieg zum Baladrüm. Wieder ein wunderbarer Aussichtspunkt in alle Richtungen. Hier hatten wir auch Zeit fürs Mittagessen. Wir hatten nuch auch schönstes Wetter. Ein bisschen holpriger Weg im Abstieg meisterten alle bravurös. Bevor wir wieder in die Zivilisation kamen stand plötzlich ein feines Bistro am Waldrand. Einkehr war obligatorisch. Jetzt noch fast 300 Höhenmeter Treppenstufen bis Ascona. Hier waren schon genügend andere Touristen, so das wir direkt nach Locarno reisten und auf der Terasse des Bahnhofbuffet noch den Durst stillten. Im reservierten Bahnwagen erreichten wir in kurzer Zeit wieder unsere Gegend, wo wieder das bekannte Klima herrschte. Tessin, wir kommen wieder, ich kenne noche einige schönen Ecken. 

Der Tourenleiter

Beat Suter

Tour vom 14. April 2026 | Bericht vom 17. April 2026