Rothenflue
Wie und wo geht man auf die Rotenflue bei einer Schytour, wenn es fast keinen Schnee hat? Dies fragte ich mich auch und ging auf die Suche nach Schnee. Bei den Rietern im Chaisten war der optimale Beginn für eine Schytour. Wo früher die Abfahrt der Schyfahrer nach Rickenbach und Schwyz war, hatte es gerade noch genug Schnee um eine schöne Spur in die Landschaft zu ziehen. Ausser ein paar Trämpp von Schneeschuhläufern, Hasen, Füchsen und Hirschen, die hier das nächtliche Vergnügen haben, ist die Natur komplett unberührt. Anders war es in der Hand beim Schygebiet. Hier war der Teufel los, und so verkrochen wir uns zuerst ins Restaurant um einen Kaffee zu genehmigen.
Ueber die Zubringerpiste, die zum Teil glesig und aper war, erreichten wir den Gründel. Von jetzt an war das Schümli der letzten Nacht unter unseren Schyen zu spüren. Kreuz und Quer machten wir eine Spur durch die Riedlandschaft um möglichst wenig über das Gehöger der Schnee stehlenden Maschinenspuren fahren zu müssen. Bei der Schnapshütte querten wir noch einmal die Piste und passten gut auf, dass uns keiner überschoss. Nach einer Tenü Erleichterung und dem Schluck aus der Guterä, zogen wir die Spur entlang dem Winterwanderweg, vorbei an jungen Birken und alten Euschen. Der Schnee ist fürs opsi laufen perfekt, doch für die Abfahrt wird wohl die Schypiste herhalten müssen! Auch versagte zuletzt noch die Sonne und so müssen wir wieder fürälitzä und die Kappe über die Ohren ziehen. Die letzten 200 Höhenmeter ab Müsliegg waren die gächsten, aber das bewältigten alle 5 Teilnehmer mit Bravour. Nur ein paar Tötz an den Fellen verursachten einen kurzen Boxenstopp.
Auf dem Gipfel wurde wieder alles in Ordnung gebracht, verstaut und uns zurecht gemacht für den Restaurant Besuch. Mit Suppe, Wurst, Most, Wasser und Kaffee stärkten wir uns für die Abfahrt. Zuerst schlieferten wir über die Stäglerenpiste, nachher über ä chli Schnee und Wäslig Richtung Grossenboden. Von da an konnten wir unser Talent voll entfachen und machten viele Tomba und Hemmi Ränke auf der Piste. Im Chäisten abseits des Schyrummels war dann wieder mehr Geschick erforderlich. Wie erreichten alle mit kleinen Verränkungen aber ohne Stürze den Chloterlibach, wo es zu Fuss bis zum Auto ging. ine gelungene Tour an einem schönen Tag.

