Veteranen

20 Jahre Chräpflitour

Tourenbericht: Beat Suter
Tourenleiter: Beat Suter
  • Aufstieg zum Zopfli
  • Seedorf und Altdorf

Angefangen hat die Geschichte als Vorweihnachtstour. Da damals schon einige fleissigen Frauen "Chräpfli" dabei hatten, wurde die Tour schon bald als "Chräpflitour" benannt. Etwa die Hälfte mal konnte die Tour mit Schie gemacht werden, die anderen mal zu Fuss. Nur einmal artete die Tour infolge Regen daheim in "Gipfeligespräche" aus. Jetzt, nach 20 gemütlichen Touren oder Wanderungen, denke ich, es könnte jemand anders die Tradition so oder ähnlich weiterführen.

Die letzte Tour war klar, ohne Schnee geht nichts und die Wanderung war bis zum letzten Moment noch unklar, wohin sie uns führen würde. Sieben holde Bäckerinnen und acht geniessende Begleiter warteten im Ryser auf meinen Vorschlag. Da der hartnäckige Nebel allgegenwärtig war, entschied ich mich; "Mier gönd is Urnerland." Wir fuhren bis zum PP Allmend an der Reuss in Seedorf. Wir wanderten am Schloss A Pro und an der Badi vorbei und schon bald begann der Aufstieg. Im obersten Zipfel des Schopfli erreichten wir den ersten Aussichtspunkt. Alle staunten ob der grandiosen Sicht über die Reussebene bis in die verschneiten Schächentalerberge. Die ersten "Chräpfli, Speckbrot und Wein wurden ausgepackt und machte die Runde. Unser Veteranenobmann verdankte die 20 Touren und überreichte mir eine von allen unterschriebene Dankeskarte und noch ein paar Schöggeli. Die Frauen schenkten statt der "Chräpfli" eine Salami. Danke vielmal, ich hatte auch manchmal den Plausch mit euch.

Nach der ersten Stärkung ging es auf und ab zum zweiten Aussichtspunkt. Beim Pt. 500 hatten wir wieder tolle Aussicht über Seedorf und die Bürglerberge. Hier kamen neben dem bekannten "Hirnibick" auch die obligaten Schoggimüüsli zum Zug. Nach einem Abstieg noch einmal einen Aufstieg zum Tobel im Palanggenbach. Hier befindet sich eine Grotte, neben der schon ein geschmückter Christbaum stand. Wir hängten auch noch ein parr Müüsli an die Aeste. Eindrücklich wurde auch die meterdicke Mauer bestaunt, die einen Kiessammler bildet um das Gebiet unterhalb zu schützen. Der Abstieg am Bach entlang führte uns zurück zum Reussdamm. Auch hier staunten wir um die aufwändigen Bauwerke um die umliegenden Gebiete zu schützen. Die letzte Aktion führte uns zur Gotthard Raststätte. Hier wurden noch die letzten "Chräpfli" zum Verzehr aufgetischt und jeder wusste noch etwas zu erzählen. 

Ich verschwinde nicht ab der Bildfläche. Meine Wanderunge sind bekannt für Geselligkeit, Witz, Einkehr und Kulinarik. Ich hoffe, ich kann euch schon bald wieder mal begrüssen.

Nachtrag des Veteranenobmanns

Danke vielmals Beat, dass du so viele Jahre die mittlerweile legendäre Chräpflitour organisiert und geleitet hast. Es war jeweils das "Highlight" am Ende des Jahres. Die durchwegs grosse Teilnehmerzahl (dieses Jahr waren wir zu fünfzehnt unterwegs) zeigt, dass die Chräpflitour ausserordentlich geschätzt wurde. Nochmals ein ganz herzliches Dankeschön im Namen der Veteranen.

Wisel Rey

Tour vom 16. Dezember 2025 | Bericht vom 21. Dezember 2025