Editorial:

Der Gletscher

Den Morteratsch-Gletscher im Engadin, so war kürzlich zu lesen, gebe es eigentlich nicht mehr.

Das will ich nicht glauben, und bei der Bahnstation Morteratsch ziehe ich meine Langlaufskis an und be­ginne mit dem Aufstieg. Am Rand des Fussgänger- und Skatingweges ist eine Loipenspur angelegt. Dort, wo es nicht allzu steil ist, kann ich sie benützen, sonst muss ich mich mit gespreizten Skis den Weg hocharbeiten.

Auf einem Felsblock am Eingang des Tals ist die Zahl 1878 eingemeisselt und mit roter Farbe nachgezogen. Bis hierher reichte damals der Gletscher. Von da öffnet sich auch der Blick auf die Berggipfel, welche den Tal­kessel abschliessen, von der Bellavista über den Piz Bernina bis zum Piz Morteratsch, sie gehören zu mei­nen alten Bekannten, wie die Gletscher auch. Die Sei­tenmoränen verlaufen auf beiden Seiten des Tals so hoch, dass es einem schwerfällt, sich die ganze Eismasse vorzustellen, die sich hier einst breit­machte.

Es ist Vormittag, noch dringen die Sonnenstrahlen nicht über die Berggrate, das Thermometer an der Bahnstation zeigte minus 10 Grad. Gut für den Gletscher, denke ich und passiere nach einer Weile mit klammen Fingern eine Tafel, die den Stand der Gletscherzunge von 1900 markiert. Es folgen in Abständen von etwa zweihundert Metern und zwanzig Jahren weitere Tafeln, welche den Raum direkt in Zeit umwandeln. Erstaunlich viele Bäume sind seit dem Zungenkuss des Gletschers im Talboden gewachsen, Lärchen vor allem, die schon drei- bis viermal so hoch sind wie ich.

Langsam gleite ich in meinen Jahrgang. Bei der Tafel 1960 merke ich auf. In diesem Jahr war ich zum ersten Mal hier, und immer noch liegt der Gletscher, über den ich damals im Sommer hinunter wanderte, weit hinten. Ab dann wurden die Tafeln alle zehn Jahre gesetzt, und als ich nach fast einer Stunde im Jahr 2000 angelangt bin, ist der Weg zu Ende, aber noch ist die Mündung des Gletschers nicht erreicht. Ich ziehe die Skis aus und gehe zu Fuss zu dem, was vom Gletscher noch übrig blieb. Der Gletscherstumpf, eine schräge, schneebedeckte Wand von einigen Metern Höhe, gibt am Fuss ein Gebilde aus aperem Eis frei, das nicht wie ein Tor aussieht, auch nicht wie eine Zunge, sondern eher wie ein Schlund. Trotz der tiefen Temperatur tropft es von den Lippen dieses Schlunds, und auf einmal sehe ich, was es wirklich ist: ein breiter, geöffneter Mund, der einen unhörbaren Schrei ausstösst, einen Schrei eines Lebewesens in Agonie, einen jahrzehnte­langen, jammervollen Todesschrei.

aus Franz Hohler’s „Immer höher“


TREFFPUNKT der CLUBKAMERADEN:
jeden Freitag, 17.30 Uhr, am runden Tisch Hotel Wysses Rössli, Schwyz

FRAUENHOCK:  
Donnerstag, 04.August 2016, 18.00 Uhr,
Restaurant Wysses Rössli, Schwyz

JO:
Do-Abend-Treff

 

 

Klettersteig „Hexensteig“ – 25. Juni

Die Tour wurde aufgrund der schlechten Wetterprognosen abgesagt.

 

Engelberg – Uri Rotstock - Isenthal – 25./26. Juni

Leider war das Wetter zu schlecht für die Durchführung dieser Tour.


Claridenhöhenweg – 26. Juni

Die Tour wurde nicht durchgeführt, schlechtes Wetter.


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Einzeleintritte

Baumann Tobias, Schwanenstrasse 30, 8840 Einsiedeln

Epp Marcel, Breitenweg 2, 6422 Steinen

Häberle Janine, Breitensteinstrasse 23, 8037 Zürich

Hoffmann Robert, alte Gasse 23b, 6423 Seewen

Joller Sophia, Sennweid 1, 6345 Neuheim

Rickenbacher Lukas, Gersauerstrasse 29, 6440 Brunnen

Schaible Annnegret, Wylenstrasse 36, 6440 Brunnen

Scharegg Norbert, Bristenstrasse 10, 6440 Brunnen

Späni Marco, Weststrasse 71, 6314 Unterägeri

Strüpling-Quaas Ina, Klostermatt 15, 6415 Arth


Familienmitgliedschaft

Baumeler Marcel und Barbara, Volloch 18, 6044 Udligenswil

Durrer Felix und Monika, Obereichliweg 43, 6405 Immensee, mit Jonas 2004, Silvana 2000

Trutmann Astrid, Teufli 16, 6315 Morgarten, mit Anina 2004

Familiennachzug

Heinzer Ruedi, Kaplanenhaus 6436 Ried-Muotathal,

mit Nadja 2003, Eliane 2006, Maurus 2007, Mirjam 2008

Inderbitzin Rafael 2005 und Lilian 2006, von Michaela und Lukas, Schwyz


Jugend

Bürgler Kilian, Klosterstrasse 7, 6436 Muotathal

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